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Im Umbruch: Politik für alle

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Mehr Rechte für Menschen mit Beeinträchtigung: Politik für Alle in der Bundesrepublik

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Tafel 3

Zeichnung: Eine Tafel mit einem Kreide-Bord und der Aufschrift Schul-Pflicht

Die erste Zeit der Lebenshilfe Mecklenburg-Vorpommern:

Eltern von Menschen mit Beeinträchtigung arbeiten freiwillig für die Lebenshilfe Mecklenburg-Vorpommern.

Die Eltern sind mit ihren Autos durch das Land gefahren.

Die Eltern haben Vereine und Einrichtungen gegründet:

Für die Unterstützung von Menschen mit Beeinträchtigung.

Die Eltern haben viele Menschen informiert.

So sind immer mehr Mitglieder zur Lebenshilfe gekommen.


Frau Dr. Kathrin Holinski-Wegerich war dabei.

Sie erzählt:

„Wir haben vor Ort alles selber gemacht.

Tagsüber habe ich noch gearbeitet.

Und abends und nachts sind wir dann mit dem Trabi losgefahren

und haben die Lebenshilfen gegründet.“

Seit dem Jahr 1990 gelten in Mecklenburg-Vorpommern die Gesetze und Regelungen der Bundesrepublik.

Seit damals hat sich viel geändert für Menschen mit Beeinträchtigung.

Die Menschen in Ost-Deutschland mussten Vieles lernen.

Aber die Bundesrepublik hat auch gute Ideen der DDR übernommen.

Ein Beispiel:

In der Bundesrepublik gibt es die Eingliederungs-Hilfe.

Das ist Unterstützung vom Staat für ein selbst-bestimmtes Leben.

Eingliederungs-Hilfe sind Geld-Hilfen und Leistungen für die Unterstützung von Menschen mit Beeinträchtigung.

Ein Mensch mit Beeinträchtigung möchte Eingliederungs-Hilfe bekommen?

Dann muss er einen Antrag beim Amt stellen.

Der Umgang mit dem Antrag war damals neu für die Menschen in Ost-Deutschland.

Ein anderes Beispiel:

In der DDR wurden auch ganz kleine Kinder in Kitas betreut.

Und es gab Regeln für den Arbeits-Schutz von Eltern.

Betriebe mussten den Arbeits-Schutz für Eltern einhalten.

Einige Regelungen hat die Bundesrepublik übernommen:

Neue Gesetze geben Eltern mehr Möglichkeiten.

Die Eltern können so Arbeit und Familien-Leben besser regeln.

Zeichnung: Eine Gruppe von erwachsenen Menschen mit und ohne Beeinträchtigung stellt sich zum Gruppenporträt auf. Sie sind ernst bis fröhlich und wirken selbstbewusst.
© Landesverband der Lebenshilfe MV e. V.

Start-Hilfe für die Lebenshilfe Mecklenburg-Vorpommern

Nach dem Zusammenschluss von DDR und Bundesrepublik war Vieles neu für die Menschen in Ost-Deutschland.

Zum Beispiel:

Die Rechte der Menschen in der Bundesrepublik Deutschland und die Zusammen-Arbeit mit den Ämtern.

Die Mitarbeitenden der Lebenshilfe Mecklenburg-Vorpommern mussten Vieles lernen.

Die Mitarbeitenden haben Unterstützung bekommen.

Einige Beispiele:

  • Die Bundes-Vereinigung der Lebenshilfe hat die Mitarbeitenden über die Gesetze der Bundesrepublik unterrichtet.
  • Viele Vereine und Gruppen sind Mitglieder in der Lebenshilfe.
    Die Mitglieder arbeiten an vielen verschiedenen Orten.
    Die Lebenshilfe muss die Zusammen-Arbeit der Mitglieder regeln.
    Das heißt auch: Netzwerk-Arbeit.
    Die Mitglieder der Lebenshilfe Mecklenburg-Vorpommern mussten die Netzwerk-Arbeit lernen.
    Mitarbeitende der Lebenshilfe Schleswig-Holstein haben geholfen.
    Die Lebenshilfe Schleswig-Holstein hatte schon Erfahrung.
  • Gesetze und Vorschriften bestimmen über die Zusammen-Arbeit mit Ämtern.
    Die Lebenshilfe Mecklenburg-Vorpommern musste
    Regelungen für die Zusammen-Arbeit schaffen.
    Die Lebenshilfe Schleswig-Holstein hat geholfen.


Die Lebenshilfe brauchte ein Haus

In dem Ort Mueß bei Schwerin war ein Haus frei.

Früher hatte die Staats-Sicherheit der DDR das Haus genutzt.

Die Staats-Sicherheit gibt es nicht in der Bundesrepublik.

Deshalb war das Haus frei.

Dann hat die Lebenshilfe das Haus besetzt.

Das heißt: Die Lebenshilfe hat sich das Haus genommen.


Die Lebenshilfe hat dann das Haus für Fortbildungen und Veranstaltungen genutzt.

Die Lebenshilfe hat dort auch Wohn-Möglichkeiten für Menschen mit Beeinträchtigung angeboten.


Frau Dr. Kathrin Holinski-Wegerich sagt dazu:

„Spektakulär war ja die Hausbesetzung des Stasi-Objektes in Mueß, und da hatten wir dann einen Ort der Lebenshilfe.

Das war ein tolles Gebäude, direkt am See mit einer tollen Villa.

Das war sozusagen das Haus der Lebenshilfe.“

Eltern fordern das Recht auf Bildung für Kinder mit Beeinträchtigung

Die Eltern haben lange für das Recht auf Bildung gekämpft.

Im Jahr 1992 war es soweit:

Seitdem müssen alle Kinder mit Beeinträchtigung einen Platz in einer Schule bekommen.

Das hat es nicht gegeben in der DDR.

Deshalb waren damals einige Schul-Anfänger mit Beeinträchtigung älter:

Einige waren sogar schon 18 Jahre alt.

Und dann durften sie zum 1. Mal in einer Schule lernen!

Der Einsatz der Eltern hat die Politik verändert.

Die Eltern haben die Politik aufmerksam gemacht.

Heute gibt es wichtige Gesetze für die Rechte von Menschen mit Beeinträchtigung.

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